Den Jahresausklang nutzen

Es ist ganz still geworden um mich. Und vor allem in mir. Der Dezember ist der letzte Monat dieses Jahres und ich glaube, das wollte mir das Leben nochmal deutlich vor Augen halten. Nach dem Motto „wenn sie es die letzten 11 Monate nicht gecheckt hat, dann eben auf die harte Tour.“

Ja…mich hat es diesen Monat wortwörtlich aus den Socken gehauen, als mir bewusst wurde, wie schnell mein Leben geworden ist. Als ich vor einer Woche in einer U-Bahn saß , schien es das perfekte Sinnbild für mich. Diese U-Bahn rauschte durch die dunklen, kilometerlangen Tunnel in einer Geschwindigkeit, die man immer dann zu spüren bekam, wenn die nächste Haltestelle bevorstand. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Beschleunigung. Bremsen. Es war das, wonach sich mein Leben in diesem Moment anfühlte. Eine rasende Fahrt, ich als Passagier am Fenster in der Hoffnung, bald wieder Licht zu sehen.

Das Leben kann man sich auch schöner gestalten oder nicht? Wer möchte schon das Gefühl haben, als hilfloses Etwas in einem Körper gefangen zu sein, der für das eigene Tempo eigentlich viel zu schnell läuft?

Ja und dann kam der radikale Schnitt.

Ich habe angefangen, mich mit den Themen Achtsamkeit, Bewusstsein, Meditation und Entspannung zu befassen. Und bin dabei auf den wundervollen Podcast von Laura Malina Seiler gestoßen. Hätte man mir das vor einigen Monaten gezeigt, hätte ich nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gedacht „ohje, was redet die denn da?“ Heute, nach mehr als 15 Folgen denke ich mir „sie hat so recht.“

Und so kam es, dass ich noch mehr radikale Entscheidung getroffen habe, die mir im ersten Moment viel Angst gemacht haben , aber im Nachhinein für mein Seelenleben die absolut richtigen waren. Die wichtigsten Entscheidungen betreffen vor allem mein Berufsleben, denn das ist das, was das Jahr 2019 auch mit am meisten dominiert hat.

Den Dezember als „Reinigung“ zu nehmen und sich von all dem Ballast zu befreien, den das Jahr einem auferlegt hat, kann ich jedem nur empfehlen. In das neue Jahr 2020 (das für mich übrigens ein sehr harmonisches Jahr sein wird) möchte ich nur das mitnehmen, was sich wirklich gut anfühlt. Vermeintliche Verpflichtungen und falscher Stolz gehört da nicht dazu. Daher war es wichtig, das für mich in diesem Jahr zu reflektieren und abzulegen.

Fängt man einmal an, ist es schwer, sich diesem Drang nach dem „was schlummert in mir“ zu stoppen. Ich habe einen Deal mit mir ausgemacht: Ich lasse mich zu 100% drauf ein.

100% Freude

100% Begeisterung

100% Mut

100% Verantwortung

100% Zuversicht

100% Schmerz

100% Trauer

100% Ehrlichkeit gegenüber sich selbst

Ja, dieses Projekt hat eben erst begonnen und ich glaube, dass 2020 ein richtig, richtig gutes Jahr werden wird. Und zwar nicht, weil ich auf Erfolge und Meilensteine hinarbeite, sondern weil ich mich von vielen Dingen frei mache, die ich schon viel zu lange mit mir herumtrage.

Hör mal rein in den Podcast und wer weiß, vielleicht entflammt es dich genauso wie er mich entflammt hat.

Eure Anne


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