Die Geburtsstunde von FutureMom 2.0

Es freut mich wirklich sehr, dass du da bist.

Nachdem ich in einer dunklen Stunde meinen FutureMom Blog mitsamt allen Inhalten gelöscht hatte, schien es mir abwegig, dieses Thema jemals nochmal aufzugreifen. FutureMom war damals ein Wegbegleiter für viele werdende Mamis (und Papis) und letztendlich mein eigener Wegbegleiter, der mich durch 10 Monate Höhen und Tiefen der Schwangerschaft führte. Es hat sich eine tolle Community gebildet. Ja ich habe sogar Menschen gefunden (oder besser gesagt, sie haben mich gefunden), die ich persönlich nie kennengelernt habe, aber die mich doch durch diese Zeit begleitet haben.

Nach der Geburt meiner Tochter fiel mir das Bloggen unglaublich schwer. Ich wusste gar nicht, worüber ich schreiben sollte, denn ich fühlte mich wahnsinnig unerfahren als Mutter. Erst heute komme ich auf den Gedanken, dass es wohl allen frischgebackenen Eltern mit dem ersten Kind so gehen muss (mit heute meine ich 2 Jahre später 😀 ), doch damals wirkten alle um mich herum unglaublich selbstsicher in ihrer neuen Rolle. So gingen mir tatsächlich irgendwie die Themen aus und ich muss auch ehrlich zugeben, mir fehlte auch einfach die Lust zum Schreiben, was mit Sicherheit auch an dem neuen Tagesrhythmus lag, den mir meine Tochter vorgab.

Aber wie das so ist mit Leidenschaften…sie lassen einen niemals los. Also startete ich im Mai einen zweiten Anlauf. Ich wollte der Welt zeigen, dass ich zurück bin : Here I am! No excusses! Gib mir alles, ich kann alles, gib mir mehr mehr mehr!

Ja…der letzte Satz beschreibt dann eigentlich bis heute meinen derzeitigen Lebensstil. Man könnte es auch Hamsterrad nennen. Das Streben nach mehr ist auf der einen Seite wichtig, aber wenn es letztlich nur noch um den Optimierungswahn geht (wobei fraglich ist, für wen man das tut) fängt das Ganze an zu kippen.

Ich möchte dich mit auf meine nächste große Reise nehmen. (Nein, dieses mal wird es keine Schwangerschaft 😀 ). Es geht vielmehr um die Reise zu unserem Selbst. Zu unserem wahren Kern. Es geht darum, diese Sehnsucht nach mehr zu stillen. Die Frage, wer wir sind, was uns ausmacht. Was unsere Berufung und Aufgabe im Leben ist und wie wir es endlich schaffen, dass authentische Leben zu leben, dass uns glücklich und zufrieden macht. Ich gebe es ganz offen und ehrlich zu: ich bin kein Profi in der Persönlichkeitsentwicklung, praktiziere (bisher) kein Yoga und keine Meditation. Ich habe von spirituellen Dingen sehr wenig Ahnung und meide dieses Wort, da es mir auf irgendeine Art und Weise Angst macht. ABER: Es ist etwas in mir, das danach schreit herauszukommen. Eine Stimme, die laut werden möchte, aber die ziemlich gegensätzlich zu meinem bisherigen Wesen zu sein scheint. Ich habe dieses Gefühl schon seit einer längeren Zeit, aber ich bin eben Meisterin im Ignorieren der eigenen Intuition.

Als zweites Großes Thema möchte ich das Mama und Frausein thematisieren. Gerade weil es in der heutigen Zeit einfach wahnsinnig schwer ist, überhaupt erstmal eine Position für sich zu finden und diese für sich zu bewahren. Wir werden überall zugemüllt mit schlechten Nachrichten, Ängsten, Gerüchten, Neid, Eifersucht, übler Nachrede, Kritikerin und Menschen, die meinen, sie hätten in allen Dingen recht. Es gibt viel zu viele schlechtes Trash-TV (ich sage nur „Mein Kind..“). Erziehungsratgeber, tausende von Babyförderkursen, Vergleichsmöglichkeiten, wohin das Auge reicht.

Auch ich habe mir oft Fragen gestellt wie „Darf ich das als Frau bzw. Mama tun? Darf ich so sein? Was denken die anderen? Sollte ich das nicht lieber genauso tun?“

Aber ganz ehrlich gesagt: Wenn ich nicht weiß, was meine Werte und meine Überzeugungen sind, wie will ich diese an mein Kind weitergeben? Ich kann nichts erwarten, was ich nicht selbst lebe (auch wenn es mir eigentlich wichtig ist). Und wenn ich meine Schatten, Ängste und negativen Glaubenssätze nicht kenne, ja wie will ich verhindern, dass ich diese an mein Kind weitergebe?

Es sind so viele offene Fragen, die mich beschäftigen. Und ich habe wirklich richtig Lust, dieses Thema anzupacken. Neuland zu betreten. Zu Diskutieren. Zu Inspirieren. Und vor allem: zu Wachsen. Ja und ich lade dich von ganzem Herzen ein, mich auf dieser Reise zu begleiten.

Deine Anne


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