4 Tipps, um deine Milchproduktion anzukurbeln

„4 Tipps, um deine Milchproduktion anzukurbeln“, so lautete vor zwei Wochen meine Stichwort-Suche bei Google. Denn irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es mit dem Stillen nicht besser, sondern, im Gegenteil, schlechter zu laufen schien. Eleonora hatte ständig Hunger und auch nachts wachte sie wieder regelmäßig auf, was mich letzten Endes vermuten ließ, dass meine Milchmenge nicht mehr ausreichend zu sein schien.

Daher habe ich für Euch meine vier Tipps zusammengesammelt, um sie an Euch weiterzugeben. 😉

#Tipp 1 – regelmäßiges Anlegen

Jaja, man kennt es noch von der Zeit kurz nach der Geburt bzw. im Krankenhaus, als einen die Schwestern immer wieder nett daran erinnert haben, das Kind anzulegen. Mindestens alle zwei Stunden, wenn nicht sogar häufiger.

Ähnliches hilft nun auch wieder, da die Brust mehr Milch produziert, je häufiger sie dazu einen Anlass findet. Das Gute ist, dass es nicht jedes Mal eine halbe Stunde sein muss. Auch fünf Minuten reichen schon aus, um den Impuls zur Milchbildung zu geben.

Tauscht auch während des Stillens immer mal wieder die Brust (Wechselstillen), da so beide Seiten angeregt werden und sich die Milchbildung nicht nur auf eine Seite beschränkt.

#Tipp 2 – viel Trinken

Ja, mit dem Einsparen des Flüssigkeitshaushaltes sinkt auch die Milchmenge. Pauschal könnt ihr sagen, dass ihr zu jeder Mahlzeit und Stillmahlzeit ein Extra-Glas Wasser trinken solltet. Damit trinkt ihr mehr als Nicht-Stillende aber es müssen auch keine utopischen 4-5 Liter am Tag sein.

Was mir besonders geholfen hat, ist mein Lieblingstee. Ich habe mir gleich morgens eine Kanne vorbereitet, die in Null Komma Nichts auch leergetrunken war. Da mein Tee leckerer ist als das öde Wasser, habe ich mir natürlich gleich noch eine gemacht und schwupp hatte ich meine halbe Tagesmenge von 1,5 Litern bereits getrunken 😉

Gönnt Euch hierzu auch mal einen richtig leckeren losen Tee (z.B. TeeGschwender) und lasst den gut durchziehen. Diese ollen Teebeutel geben dem Teewasser nicht immer einen ausreichenden Geschmack sodass man eher das Gefühl hat, irgendeine Brühe zu trinken. Guter Tee ist vollmundig und kommt für mich definitiv an den Kaffeegenuß heran 😉

Aber auch in der Stillzeit solltet ihr weiterhin auf Grün- und Schwarztee wegen des Koffein-Gehaltes verzichten

#Tipp 3 – Kaloriendefizit ausgleichen

Stillen verbraucht Kalorien! Und zwar gar nicht mal so wenig! Rund 400-600 Kalorien mehr sollen stillende Mami täglich zu sich nehmen. Denn die Milchproduktion ist ein echter Kraftakt für den Körper, der nur reibungslos laufen kann, wenn auch genug Energie nachkommt.

Als Snacks für zwischendurch eignen sich super Porridge (30g Haferflocken, 100ml Milch, Wasser nach belieben für die Konsistenz) oder Stillkugeln.

Stillkugeln

  •  1 kg     Weizen, Gerste, Hafer (wie gewünscht mischen)
  • 300 g     gekochten Vollreis
  • 350 g     Ghee oder Butter
  • 300 g     Honig
  • evtl.      1 Tasse fein gehackter Nüsse z.B. Haselnüsse, Cashew, Mandeln oder  Walnuss
  • 1 Glas Wasser

Das Getreide mahlen und anschließend kurz in der Pfanne anrösten (die Nüsse gebt ihr ggf. dazu). Wenn die Masse leicht braun ist und duftet, dann gebt die Butter dazu. Weiter verrühren bis die Butter geschmolzen ist, den Honig oder Vollrohrzucker hinzugeben und noch einmal durchschwenken. Nun nehmt ihr die Masse vom Herd und gebt, je nach Konsistenz, Wasser oder Milch hinzu. Die Masse sollte gut formbar sein, damit die Kügelchen nicht auseinanderfallen. Nun dürft ihr loslegen, kleine Kugeln mit einem ca. 2-3 cm Durchmesser zu formen. Habt ihr dies gemacht, dann ab damit in den Kühlschrank. Je nach Lust könnt Ihr diese in Kokosflocken, Sesam (geröstet) oder auch Kakao welzen.

Und sobald der kleine Hunger kommt, dürft ihr ohne Reue zugreifen 😉

#Tipp 4 – Zufüttern nur im Notfall

Man kommt als Mama echt an seine Grenzen, wenn man befürchtet, nicht genug Milch zu haben und das Kleine immer noch nicht satt zu sein scheint.

Aber es ist ein Teufelskreis, wenn ihr regelmäßig Fertigmilch gebt, denn dann fehlt eurer Brust wieder der Impuls zur Milchbildung.

Einzige Lösung hier – Abpumpen und in den Kühlschrank stellen. Das Pumpen imitiert die Saugbewegung und ihr habt praktischerweise gleich eine Milchmahlzeit, wenn es von der Menge her (gefühlt) wieder knapp sein sollte. Aber Achtung: Abgepumpte Muttermilch nur maximal 48 Stunden im Kühlschrank lagern.

Welche Milch sich gut zum Zufüttern eignet, lest ihr demnächst.

 

Ansonsten drücke ich Euch die Daumen, dass es bald wieder reibungslos mit dem Stillen klappt. Vergesst nicht, dass die Wachstums- und Entwicklungsschübe der Kleinen (was in den ersten Monat häufig auftritt) ebenfalls viel Energie für die Kleinen kosten. Daher kann es durchaus sein, dass der Hunger noch größer ausfällt und ihr das Gefühl habt, dass es nicht reich. Aber auch hier wird sich Euer Körper dem Hunger Eures Kindes anpassen 🙂

Alles Liebe,

Eure FutureMom

 

 

Bildquelle: Callwey Verlag

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