Warum es sich für Eltern lohnt, digital „abzuschalten“

Ich beobachte es des Öfteren beim Spazierengehen, dass manche Mamis mehr mit ihrem Handy beschäftigt sind als mit ihrem Nachwuchs. Und auch ich habe mich dabei ertappt, wie das Handy mein ständiger Begleiter war. Beim Stillen, vor dem Einschlafen, im Auto (als Beifahrer natürlich!) oder auch mal beim Spazierengehen. Handy, Handy, Handy oder besser Facebook, Instagram & Co.

Letzte Woche habe ich dann den Schlussstrich gezogen und mich aus der sozialen Netzwelt verabschiedet. Zu groß ist mein Genervtsein über ständige Dauer-Inszenierer, die nichts anderes zu tun haben, als sich in Szene zu setzen. Ob Mami oder nicht. Ich finde es krass, dass sich die Realität von der Virtualität mittlerweile so krass unterscheidet, dass sich jeder problemlos eine makellose Instagram-Identität aufbauen könnte und im wahren Leben einige soziale und persönliche Probleme hat. Aber das würde ja niemand zeigen…

Gestern war ich entsetzt, als ein Paar in die Kamera lächelte – zwischen ihnen ein schreiendes (!) Baby. Als Bildbeschreibung – „sie schreit ❤ .“ Spätestens da wurde mir klar, dass man als Eltern ganz leicht die Spur übertreten kann, denn das geht meiner Meinung nach definitiv zu weit.

Ich teile nicht jeden Entwicklungsschritt, jedes Lächeln, jeden für mich zauberhaften Moment. Wofür auch? Ich frage mich manchmal wirklich, wozu diese ganzen Inszenierungen dienen – um von einem Modelagenten entdeckt und berühmt zu werden?! Als Beruf Influenzer zu sein? Leute, wacht auf…

Ob Super-Mama, Sixpack-Prollo oder Möchtegern-Model, mir reicht es. Und weil ich die schönen und wunderbaren Momente gerne im Kreise der Familie und einigen Freunde teilen möchte, mache ich nun einfach ein Erinnerungsphotobuch. Die ideale Möglichkeit, um auf dem nächsten Geburtstag, den einen oder anderen vom Handy loszulösen.

 

 

 

3 Gedanken zu “Warum es sich für Eltern lohnt, digital „abzuschalten“

  1. schokominzabonn schreibt:

    Hey Futuremom,
    gerade mit Baby ist man oft ziemlich von der Welt abgeschottet und Facebook, Instagram und Co. sind das Fenster nach außen. Deswegen finde ich es weniger schlimm, wenn Eltern dort unterwegs sind. Ich kann´s nachvollziehen.

    Ich selbst habe meine „Handyzeiten“ morgens und abends. Ich finde auch, dass es sich entspannter lebt, nicht daueronline zu sein.

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  2. FutureMom schreibt:

    Ja, das mit dem Abgeschottet-Sein kenne ich – daher suche ich gerade nach Krabbelgruppen in meinem Umkreis 🙂 Ich hab ja grundsätzlich auch nichts gegen ein bisschen Surfen, aber wenn manche Eltern alle Stunde ein neues „Insta-Pic“ hochladen, fehlt mir die Logik dazu. Aber das ist ja auch meine subjektive Meinung 🙂

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  3. Anja schreibt:

    Wie so oft finde ich den Mittelweg hier ganz passend. Dem Kind seibe Aufmerksamkeit schenken und in den Schlafphasen oder in Ruhezeiten auch mal digitale Eltern sein dürfen.

    Hab da mal ein Beitrag dazu verfasdt, wie ich das mit meinen beiden Kindern handhabe und was verschiedene Ratgeber und Kampagnen dazu schreiben.

    https://kellerbande.wordpress.com/2018/01/09/digitale-welt-mit-kindern-erleben/

    Lg Anja von der Kellerbande

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