Fit nach der Geburt? Was geht (nicht)?

Inzwischen sind acht Wochen verstrichen und mein Körper hat sich weitestgehend von den Strapazen der letzten Monate erholt. Zumindest würde ich das mal so behaupten. Denn gerade was das Wochenbett und die Rückbildungszeit angeht, gibt es viele Meinungen und Ansichten.

Auch ich hab vor der Geburt ein bisschen recherchiert, um zum Beispiel eine Antwort auf die Frage zu bekommen, ab wann man das erste Mal mit seinem Baby spazieren gehen kann. Na klar, das ist auch immer abhängig davon, wie ihr euch fühlt und wie die Geburt verlaufen ist. Eine Mama mit Kaiserschnittnarbe braucht beispielsweise eine längere Regenerationszeit als eine Mama mit Spontangeburt. Was mich angeht – ich war bereits in der Klinik schon wieder auf den Beinen und vor der Tür spazieren.

Und spätestens, wenn man das erste Mal zuhause ist und in ein völlig neues Leben in den alten vier Wänden geworfen wird, verspürt man ein bisschen Wehmut. Zumindest im Bezug auf die eigene Muskelkraft, Kondition und Körperform. Doch wie geht das eigentlich mit dem fit werden im Mamialltag?

Hier meine fünf Tipps, die bei mir bisher prima funktioniert haben:

  1. Nehmt euren Rückbildungskurs ernst!

Jaja, der gute alte Rückbildungskurs…Ich kann es jeder nur ans Herz legen – denn es ist der erste Schritt in Richtung Selbstmotivation. Was meinen Rückbildungskurs betrifft habe ich Glück im Unglück. Glück in der Hinsicht, weil die Übungen wirklich effektiv und zum Teil anstrengend sind, Unglück, weil die Zeiten echt ungünstig liegen. Dienstagabend 20 Uhr *gähn*. Aber auch, wenn die Unlust noch so groß ist, finde ich die Zeit dort immer sehr bereichernd. Vor allen Dingen auch, weil es Spaß macht, sich mit anderen frischgebackenen Mamis auszutauschen.

2. Schnappt euch euer Kleines und geht raus

Zugegeben: Bei der derzeitigen Wetterlage (kalt, Schnee & Eis) ist das nicht immer ganz einfach. Aber auch euer Baby wird von frischer Luft profitieren. Ich habe inzwischen eine feste Runde von 4km, die ich regelmäßig in flotten Schritttempo spazieren gehe.

3. Setzt euch ein Ziel!

Die Zielsetzung ist durchaus nicht zu unterschätzen. Denn nur wer sein Ziel kennt, kennt auch den Weg. Ich habe mir vorgenommen, im nächsten Jahr wieder das Laufen in die Hand zu nehmen und an meinem Halbmarathon im September wieder teilzunehmen. Außerdem will ich bis April mein Startgewicht von vor der Schwangerschaft erreichen.

4. Essen nicht vergessen

Hier spreche ich aus Erfahrung, denn ich weiß, dass das mit Baby nicht immer einfach ist. Bei mir kommt ein echt schlechter Appetit dazu, was wohl unter anderem ein Grund dafür ist, dass ich fast meine gesamten Schwangerschaftspfunde schon wieder runter habe. Aber Essen ist wichtig – nicht nur für den Stoffwechsel (und für ein Ausbleiben des JoJo-Effekts), sondern vor allem auch für die Milchbildung.

5. Sucht euch eine Sportart, die euch Spaß macht

Sport – das große böse Wort in der Rückbildungszeit. Wann und was ist das richtige? Wie sieht es mit dem berüchtigten Beckenboden aus? Ich bin ehrlich – ich mache seit drei Wochen wieder mein heißbeliebtes Taebo. Es ist mein Ausgleich, meine Insel im Alltag und meine Zeit für mich. Fit werden heißt nämlich nicht nur körperliche Fitness, sondern auch mentale Ausgeglichenheit. Was die Angst um Inkontinenz angeht denke ich mir, dass Raucher auch das Risiko des Lungenkrebses in Kauf nehmen..Inkontinenz ist da wohl weitaus harmloser. 😀

Mit diesen Tipps im Gepäck habt ihr nun ein gutes Rüstzeug und einen kleinen Anreiz, wieder aktiv zu werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren & bis bald!

 

 

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