Chaos oder Tiefenentspannung? – Die ersten Babytage in den eigenen vier Wänden

Allmählich ist bei uns tatsächlich so etwas wie Alltag eingekehrt. Ich habe in der Schwangerschaft oft zu hören bekommen, dass ich die Zeit ja genießen solle, solange die Kleine noch im Bauch ist. „Wenn sie erstmal da ist, wird aaaalles anders.“ Aber stimmt das überhaupt?

Definitiv ist dies eine Sache, die von Baby zu Baby unterschiedlich ist. Ich glaube, wir haben einfach Glück, dass Eleonora ein wirklich unkompliziertes (Anfangs-)Baby ist. Hoffen wir mal, dass das so bleibt 😉

Der wohl größte Luxus ist momentan ihr Schlafbedürfnis. Klar, Neugeborene schlafen am Anfang immer viel, aber unsere Maus ist da glaube ich nochmal etwas extremer. Sie schläft wirklich den lieben langen Tag, ist zwischendurch mal wach, um gestillt zu werden und schaut dann auch mal interessiert ihre Umgebung an. Aber nach spätestens einer Stunde werden die Äuglein wieder klein und sie versinkt in ihre nächste Traumwelt. Nun ist es nicht so, dass ich nicht versuchen würde sie zu wecken, vor allem dann, wenn sie eigentlich Hunger haben müsste. Aber selbst da ist fast nichts zu machen. Lautes Hundegebell, Staubsauger und selbst das Wickeln können ihr nichts anhaben 😀

Auch nachts schläft sie bereits ihre 6-8 Stunden, was für uns natürlich der Jackpot ist. Ich muss also nicht der Frage nachgehen, wie ich es schaffe, mich tagsüber mal hinzulegen, sondern eher, wie unsere Kleine es schafft, genug zu trinken. Denn Neugeborene brauchen im Schnitt so ihre 8-10 Stillmahlzeiten. Da heißt es dann ordentlich vorschaufeln.

Wir haben auch schon die ersten kleinen Ausflüge gewagt, was ja immer ein zwiespältiges Thema unter Jungeltern ist. Ab wann dürfen wir was eigentlich tun? Gute Frage, die wohl nur jedes Elternpaar für sich beantworten kann. Wir konnten bereits einen tollen Herbstspaziergang mit anschließendem Kaffee beim Bäcker genießen, ohne dass Eleonora mit der Wimper gezuckt hat. Auch die anstehenden Familienbesuche meistert sie gut.

Hier jedoch noch ein paar Tipps, die für uns in den ersten Tagen wahnsinnig hilfreich waren:

  • Telefonstecker ziehen & Handy aus – ich war es irgendwann Leid, hunderten Leuten Bilder zu schicken und WhatsApp Nachrichten zu beantworten. Wir wollten definitiv erstmal unsere Ruhe – die Danke-für-eure-Glückwünsche-Nachricht kann warten
  • Kuschelzeit zu dritt – T-Shirt aus, Baby auf die Brust, Frau in den Arm und ab aufs Sofa. Denn man vergisst, dass die erste Bindungszeit nicht nur für Mama und Kind wichtig ist, sondern auch für den Papa
  • elektrische Milchpumpe – hier mögen sich jetzt vielleicht schon die Geister scheiden, aber für mich war es eine riesige Erleichterung, da es mit dem Stillen ein paar Anlaufschwierigkeiten gab. Warum? ZU viel Streß! Da fließt nix, kein Tropfen. Die Pumpe war für mich (in Kombination mit der Stressreduktion) die Rettung, das Ganze ins Laufen zu bringen 😛
  • Essen aus dem Gefrierschrank – in weiser Voraussicht haben wir bereits zum Ende der Schwangerschaft viel vorgekocht, was sich nun bezahlbar macht. Ob Nudeln mit Tomatensoße, Suppe oder Schnitzel. Ihr könnt alles einfrieren und erleichtert euch die Arbeit, wenn die Kleinen da sind
  • Windeln & Babyutensilien auf Vorrat haben – wir waren überrascht, wie schnell und hoch der Windelverbrauch tatsächlich ist! Daher empfiehlt es sich, schon vor der Geburt 1-2 Pakete auf Vorrat zu kaufen

 

Fazit: Bei uns herrscht (mittlerweile) Tiefenentspannung, nachdem das erste Chaos vorübergezogen ist. Manchmal muss man seinem Glück auch auf die Sprünge helfen. Und auch wenn es sich viele nicht vorstellen können – die größte Stressquelle sind tatsächlich die vielen Besuche und Anrufe. Geht es langsam an und versucht, euch niemandem verpflichtet zu fühlen. Das fällt mir, zugegebenermaßen manchmal noch schwer, aber es macht Euer Leben definitiv einfacher 😉

 

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