Die optimale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Wahnsinn, dass ich über dieses brisante Thema eigentlich noch recht wenig Worte verloren habe. Daher hole ich das nun nach, um auch denjenigen unter euch die Angst zu nehmen, die bereits mit dem Schlimmsten rechnen 😉

Ich bin nun fast am Ende meiner Schwangerschaft und muss sagen, dass ich es mir schlimmer vorgestellt hätte. Mein Startgewicht lag mit knapp 60kg im grünen Normalbereich, jetzt 37 Wochen später und 13kg schwerer freut sich mein Rücken jedoch darauf, bald wieder etwas weniger Gewicht tragen zu dürfen. 😀

Auch ich gehörte zu den Frauen, die sich bereits im Vorfeld ziemliche Gedanken machten, wo das mit dem Gewicht hingehen würde – vor allen Dingen in den Wochen, als eine Gewichtszunahme von 1-5-2 kg pro Woche (!) schon ab und an mal vorkam. Ich malte mir bereits aus, wie ich mit 20, 30kg mehr kugelrund im Kreißsaal enden würde…

Inzwischen habe ich gelernt, dass eine Gewichtszunahme in der Schwangerschaft so gut wie nie linear verläuft. Auch wenn das so manche Gewichtsrechner einem gerne so vorgaukeln möchten. Es kann durchaus sein, dass sich zwei Wochen lang nichts tut und plötzlich kommt es dann doch zu einem Wachstumsschub des Kindes, der sich natürlich auch auf der Waage bemerkbar macht. Noch dazu müsst ihr bedenken, dass nicht nur das Kind an Gewicht zunimmt, sondern auch eure Gebärmutter, Plazenta und euer Blutvolumen.

Folgende Aufstellung verdeutlicht mal, was bis zur Geburt in eurem Körper an Masse gewinnt:

  • Kind bei Geburt ca. 3000-3500g
  • Gebärmutter ca. 800g
  • Fruchtwasser zwischen 1,5-2 kg
  • Milchvolumen ca.500g
  • Plazenta zwischen 500-800g
  • Blutvolumen ca. 2,5-3 kg
  • Fettreserven für die Stillzeit ca. 2kg
  • ggf. Wassereinlagerung

Gesamt: ca. 10 kg

Wie ihr seht, ist eine Schwangerschaft ziemlich individuell und teilweise auch abhängig von äußeren Faktoren wie beispielsweise der Jahreszeit. Ich hatte Glück was die Wassereinlagerungen betrifft, aber andere hatten in diesem Sommer sicherlich sehr damit zu kämpfen.

Ein weiterer Punkt ist das Ausgangsgewicht. Die Empfehlungen sagen, dass ihr bei einem Normalgewicht mit einer Gewichtszunahme von 13-16kg auf jeden Fall im gesunden Bereich liegt.

Als Faustregel kann man sagen: „Je weniger du vor der Schwangerschaft gewogen hast, desto mehr nimmst du zu.“

Ist auch irgendwie logisch, denn der Körper tut alles dafür, um das Kind in einem gesunden, leistungsfähigen Körper heranwachsen zu lassen, der am Ende der Schwangerschaft auch in der Lage ist, das Kind zu gebären.

Nun ist es leider nicht so, dass die Kilos mit der Geburt auf Knopfdruck verschwinden, aber zumindest Kind und Fruchtwasser fallen aus der Rechnung. Alles andere braucht seine Zeit, denn bis sich der Körper wieder rückgebildet hat, vergehen in der Tat ein paar Wochen. Und das ist auch gut so.

Wusstet ihr, dass eine zu große Gewichtsabnahme in der Stillzeit Auswirkungen auf die Milchqualität hat?

Denn um ausreichend Milch produzieren zu können, benötigt der Körper Energie. Erhält er davon zu wenig in Form von Nahrung, greift er körpereigene Reserven an (Fettgewebe). In diesem sitzen jedoch auch unerwünschte Stoffe, die sich über die Schwangerschaft eingelagert haben, welche durch die Abnahme mobilisiert werden und in die Muttermilch gelangen. Das ist nicht so toll. Sind auch nicht genügend Fettreserven vorhanden, kann sich das wiederum auf die Milchproduktion auswirken, was bedeutet, dass es zu einem vorzeitigen Stillstand kommen kann.

Daher, fleißig weiter essen und nicht so viel denken. Alles andere regelt der Körper von alleine.

Schickt euren Körper auf die spannende Reise und lasst die Dinge geschehen. Seid achtsam im Umgang mit euch und wenn ihr nicht gerade regelmäßige Pommes-Mayo-Spagettieis-Kombis bevorzugt, wird sich das mit dem Gewicht im gesunden Rahmen bewegen. Falls ihr doch Unterstützung braucht, schaut mal auf SmartFoodFacts vorbei. Dort erhaltet ihr im Ernährungsblog wertvolle Tipps und auch die Möglichkeit für eine Online-Ernährungsberatung bzw. einen Ernährungsplan.

Es braucht natürlich etwas Mut und Vertrauen, den Körper machen zu lassen, aber was habt ihr zu verlieren? 🙂

Love your body. Love yourself ❤

 

 

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