Was soll ich ihr nur anziehen?! Die Baby- Erstausstattung

Erst einmal heißt es aufatmen – unser Zustand hat sich seit einer Woche stabilisiert und derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich die Kleine in den nächsten Tagen auf den Weg macht. Danke Danke Danke ❤

Also habe ich wieder Zeit, um mich den restlichen Dingen zuzuwenden, die noch auf meiner was-ich-noch-machen-muss-bevor-das-baby-kommt-Liste stehen. Eine Sache davon ist beispielsweise die Frage nach der richtigen (Menge an) Babykleidung. Bisher war ich immer der Meinung gewesen, dass meine Ausstattung ganz ok ist, allerdings wurde ich von meiner Schwieger-Oma eines besseren belehrt. Stolz zeigte ich ihr unser fertiges Babyzimmer und öffnete den Kleiderschrank, um ihr mein Sammelsurium an Bodys & Co. zu zeigen. Ihr Kommentar: „Na das ist aber wenig.“ Hmm ok..wenig?

Die Tage danach geriet ich ins Schwitzen, denn ich wollte einerseits natürlich nicht mit leeren Händen dastehen, andererseits wollte ich auch kein Vermögen für Babykleidung ausgeben, die ich nach drei Monaten wieder zur Seite legen konnte. Bisher fand ich Babybasare immer eine tolle Möglichkeit und da hatte ich auch den Großteil meiner Sachen her. Das blöde an den Basaren ist nur, das sie meistens im Frühling und im Herbst stattfinden. Sprich, damals war ich gerade mal im 4. Monat und hatte weder eine Ahnung, ob ich nach rosa oder blau Ausschau halten sollte noch wusste ich, was ich denn tatsächlich brauchte. In den letzten Monaten hatte ich hingegen Zeit mich, um mich einzulesen, doch die nächsten Basare finden erst wieder Ende September statt. Und das Risiko will ich nun dann doch nicht eingehen.

Daher stellten wir uns die Frage:

Gibt es jemanden in unserer Familie, der das Thema Kinderplanung bereits abgeschlossen hat?

Und siehe da, wir hatten Glück! So erhielten wir nicht nur drei Kartons Babysachen, sondern auch viele wertvolle Tipps und Hinweise für die Erstausstattung. Folgende gebe ich gerne an euch weiter 🙂

Der Body

Ihn gibt es in allen Variationen: bunt, einfarbig, langarm, kurzarm, Wickelbody oder mit Druckknöpfen. Da die Babys in den ersten Wochen noch nicht ihre Körpertemperatur regulieren können, ist Wärme unerlässlich. Daher greife ich persönlich nur zu Langarmbodys und verzichte auf die Kurzarmvariante. (Liegt aber natürlich auch daran, das es im Herbst auch keine 30°C heiß ist – hoffe ich zumindest 😀 ). Ein weiteres Kriterium ist, das ich dem Kind nichts „über den Kopf“ ziehen möchte, sondern die Wickelvariante eigentlich super praktisch finde. So ist auch garantiert, dass das auch mal Papa oder Oma gut händeln können. Der Body stellt sozusagen die erste Schicht also quasi die Unterwäsche eines Kleinen dar. Somit sind Farbe und Muster eigentlich nicht relevant, da die meisten Bodys sowieso mit braunen bzw. undefinierbaren Flecken in der Waschmaschine landen. Hier zählt in erster Linie die Praktikabilität. Wichtig ist auch auf das Material zu achten. Gerade neue Sachen solltet ihr vorab mehrmals durchwaschen, um Farbstoffe auszuspülen. Die Babyhaut reagiert äußerst empfindlich und sollte daher so wenig wie möglich strapaziert werden. Da ist Second-hand von Vorteil, da hier die Chemikalien meistens schon durch das mehrmalige Waschen ausgespült worden sind. Ansonsten gilt: Kein Polyester oder andere Kunstfasern und auf das Ökotex-Standard-Siegel achten.

Meine Bodyanzahl: derzeit 20 Stück ( 😀 )

Das Langarmshirt

Hier fängt dann meist das Mamiherz an, höher zu schlagen. Denn auch Langarmshirts können ja schon sooo süß sein! Ob im Matrosenstyle, mit Rüschen oder lustigen Tiergesichtern. Die Auswahl ist groß und leider nicht immer praktisch. Auch hier habe ich die Wickelvariante bevorzugt bzw. bei den „Überzieh-Pullis“ darauf geachtet, das die Kopföffnung auch groß genug ist. Auch auf Druckknöpfe im Rückenbereich habe ich bewusst verzichtet, denn die Babys liegen anfangs fast ausschließlich auf dem Rücken. Da sind Knöpfe eher lästig. Schließlich soll das Kleine ja nicht unnötig strapaziert werden. Und welche Stoffart wähle ich? Gerade Richtung Winter sind hier Materialien gut, die wärmen und luftdurchlässig sind. Da gibt es leider nicht allzu viele aber das bewährteste ist und bleibt wohl die Wolle. Leider findet man diese kaum noch in Babysachen, da es, im Vergleich zur Baumwolle, natürlich auch ein teurerer Rohstoff ist. Aber es lohnt sich.

Meine Langarmshirt-Anzahl: 9 Stück

Die Hose

Auch bei den Hosen gibt es Unterschiede. Um mir dieses Socken-Gefriemel zu sparen, habe ich vorrangig nach Hosen Ausschau gehalten, bei denen die Füße verpackt sind. Klar, Söckchen braucht man zwar trotzdem, aber sie gehen wenigstens nicht so schnell verloren 😉 Auch der Hosenbund sollte nicht zu eng sein, denn wir alle wissen, wie sich so etwas anfühlt. Schrecklich und vor allen Dingen dann, wenn man sowieso schon einen Blähbauch hat.

Meine Hosenanzahl: 7 Stück

Strampler

Ich werde Strampler lieben! Easy zum anziehen, bequem für das Kind und weniger zum Waschen 😀 Auch hier gibt es unzählige süße Modelle, an den man sich satt kaufen kann. Für den Winter eignen sich auch hier Bodys mit einem Wolleanteil oder die Nickistrampler.

Meine Strampleranzahl: 10

Mützchen

Ein Accessoire das ebenfalls wichtig ist – nicht nur für draußen. Gerade über den Kopf verlieren die Babys sehr viel Wärme, da die Fontanelle noch nicht geschlossen ist und die Kopfoberfläche zudem auch recht groß ist. Daher sollten Babys auch in Innenräumen dünne Baumwollmützchen tragen. Für draußen darf es dann auch ein dickeres Modell sein.

Die richtige Größe

Das ist glaube ich das schwierigste Kapitel und pauschal gar nicht zu sagen. Denn jedes Kind kommt mit einer unterschiedlichen Statur zur Welt. Die einen benötigen kurz nach der Geburt schon Größe 62 andere Kinder 44. Manche Kinder wachsen schnell, andere langsam. Ich habe mir jetzt fünf Bodys in Größe 50 zugelegt, die ich vor allem nach der Geburt nutzen möchte. Dann gibt es auch praktische Zwischengrößen wie zum Beispiel 50/56 oder 62/68. Bei den Hosen habe ich auf die kleine Größe verzichtet und mit 56 angefangen, da Hosen am Bund gut umgeschlagen werden können. Auch bei den Shirts habe ich mit Größe 56 gestartet. Gerade bei gebrauchter Wäsche kann es durch das häufige Waschen auch vorkommen, dass die Teile bereits etwas eingegangen sind und daher sowieso kleiner ausfallen 😉

Dann wünsche ich euch nun viel Spaß beim Stöbern und vielleicht habt ihr Glück, den einen oder anderen Babybasar noch mitnehmen zu können – es lohnt sich 🙂

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