Ich packe meinen Koffer…die Kliniktasche

Oh man…so langsam wird es ernst.  Die Mitte des 8.Monats rückt näher und mittlerweile steigt die Vorfreude ins Unermessliche. Wer mich kennt oder inzwischen kennengelernt hat, weiß, dass ich immer bestens vorbereitet bin. Nichts wird dem Zufall überlassen. Oder metaphorisch gesprochen: Ich bringe meine Schäfchen gerne rechtzeitig ins Trockene. 😉

Deshalb ist es wohl auch nicht überraschend, dass auch die Kliniktasche bereits gepackt in der Ecke steht. Schließlich weiß man nie so genau, wann es losgeht und lieber bin ich zu früh dran, als zu spät. Denn dann werde ich gewiss zum Tier.

Nun gibt es zahlreiche Listen, Websites, pdf-Dateien und gutgemeinte Ratschläge, was denn nun so alles in die gute alte Kliniktasche hinein muss. Die einen reisen mit Handgepäck, andere hingegen mit Hartschalenkoffer. Zu welcher Kategorie wir wohl zählen? 😀

(Auflösung folgt am Ende des Beitrags.)

Lieber habe ich zu viel dabei, wie zu wenig, denn was ich letzten Endes brauche, weiß ich sowieso erst bei Geburt Nummer Zwei. Und da ich auch nicht weiß, wie lange ich mit schmerzverzehrtem Gesicht das Krankenhaustreppenhaus hoch und runter kugele, sind Ablenkungsutensilien bestimmt nicht fehl am Platz.

Die nachfolgende Liste stellt eine Ergänzung zu T-Shirt, Zahnbürste, Hausschuhe und dem Zeug dar, das man sowieso immer einpackt.  Dazu braucht man ja eigentlich keine Liste. Interessant wird es, wenn es um echte Insiderinfos geht (uuh), die ich mir durch Gespräche, Erfahrungsberichte und etwas Denkanstrengung zusammengesammelt habe.

Für die Eröffnungsphase (bis zu 20 Stunden oder mehr vor der Geburt)

  • 2-3 weite T-Shirts/Nachthemden (Warum drei? Weil ich garantiert dermaßen schwitzen werde, dass ich mich bestimmt mindestens einmal umziehen werde und auf die Krankenhauskutten steh ich nicht so sehr)
  • MP3-Player & Kopfhörer (jaa, das wird mein Heiligtum. Bei mir geht nichts ohne Musik, das merke ich vor allem beim Sport. Musik kann den Atemrhythmus vorgeben, motivieren und Kraft geben – daher ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert 😉 )
  • Tablet (ja, etwas merkwürdig, aber wir versuchen es. Als Serienjunkies stecken wir gerade in der 5.Staffel von BigBang Theorie und wer weiß, vielleicht hilft es ja für ein bisschen Ablenkung)
  • Aquaspray und ein Waschlappen >> Kühlende Nässe, was will Frau mehr?
  • Quetschis (= Fruchtmus zum Nuckeln) : Ich habe lange überlegt, was ich denn so essen kann (falls ich Hunger habe, was auch der Normalfall ist 😀 ). Brot, Kekse und Co. fand ich blöd, bis ich auf die Idee von den Quetschis gekommen bin. Schnelle Energiebereitstellung, kein Verdauungsaufwand für den Magen. Das sollte klappen
  • Traubenzucker (für diejenigen unter euch, die nichts runter bekommen)
  • Kreuzworträtsel 

Viele unterschätzen die Zeit, bevor es „richtig“ losgeht. Schließlich hat das Kleine noch eine lange Reise vor sich. Der Muttermund muss sich öffnen und das Köpfchen sich im Becken drehen. Das kann unter Umständen dauern – daher stelle ich mich lieber auf einen längeren Trip ein.

> Nützliches für den werdenden Papa

  • Essen (!) – Der Arme muss unter Umständen ziemlich lange neben euch verharren und das, wenn es blöd läuft, nachts. Da hat auch kein Krankenhauskiosk mehr geöffnet
  • ein Wechsel T-Shirt – denn auch Papa wird mit Sicherheit ins Schwitzen kommen und vielleicht das Bedürfnis haben, sich umzuziehen
  • Handy und Ladekabel – jedenfalls dann, wenn ihr Wert darauf legt, dass ihr sofort eine WhatsApp rausschicken könnt, sobald der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt hat
  • Fotoapparat oder Videokamera (bitte bitte aufgeladen und mit Speicherkarte – alles andere wäre sehr sehr ärgerlich!)
  • Massageöl für die werdende Mama

> Nützliches nach der Geburt

  • 4-lagiges Klopapier (wenn man bedenkt, dass meistens nur raues recycling Papier zu finden ist, stellt sich diese Kleinigkeit als wahrer Luxus heraus)
  • parfümfreies, naturbelassenes Duschgel, Shampoo und Deo (wichtig, denn die Kinder sollen ja nicht die Düfte der Kosmetikhersteller zu riechen bekommen, sondern Mamas Körpergeruch. Leider gibt es hier nicht allzu viel Auswahl, aber schaut mal hier: http://www.ringana.com/1578841)
  • sehr saugstarke Binden oder Wochenbetteinlagen (in 10 Monaten hat sich so einiges angesammelt, nicht wahr?)
  • Euer Lieblingssnack (bedenkt, dass Krankenhäuser einen ganz komischen Mahlzeitenrhythmus haben: Frühstück um 7 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr und Abendessen um 17 Uhr. Hallo? Da verhungere ich!)

 

Wie ihr seht, mache ich mir ausgiebig Gedanken darüber, was ich brauchen könnte oder aus Erfahrung meiner Freunde gebraucht wird. Ich bin schon gespannt auf den Blogeintrag nach der Geburt, in dem ich berichten werde, inwiefern die einzelnen Dinge tatsächlich zum Einsatz gekommen sind 😀

Falls ihr die Liste noch ergänzt haben möchtet, googelt einfach nach „Kliniktasche für die Geburt“. Dann habt ihr zahlreiche Auswahlmöglichkeiten und könnt in Ruhe vergleichen, was ihr für wichtig haltet.

Viel Spaß beim Packen! 🙂

PS: Wir sind eindeutig die Hartschalenkoffer-Liebhaber

2 Gedanken zu “Ich packe meinen Koffer…die Kliniktasche

  1. Caro schreibt:

    Toilettenpapier. 😂 Brauchte ich nicht mehr. Bei uns im KH gab es dafür Messbecher mit Schlauch zum spülen und alles war sauber. 😉 eine tolle Kugelzeit noch!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s