Die Perspektive wechseln

Allmählich wächst das Bäuchlein und auch meine heiß geliebten Lieblingsjeans habe ich vergangene Woche aus meinem Kleiderschrank verabschiedet. Sauber in Kisten verpackt, wandern diese nun zum Sommer/Winterschlaf in den Keller, in der Hoffnung, dass ich im nächsten Frühling wieder reinpasse 😀

Jaja, es verändert sich viel und das Komische ist, dass es in so kurzer Zeit passiert. Heute morgen bei Frühstück (wie passend, um dieses Thema anzuschneiden) ging es darum, wie hart es momentan ist, dass alle in meinem Umfeld ihre Winterkilos verlieren während ich hingegen zusehen muss, wie die Knöpfe meiner Hosen und Jacken langsam nicht mehr zugehen wollen. Es ist frustrierend… Zumindest für mich, da ich als große Sportfanatikerin (die seit 5 Wochen gar keinen Sport mehr machen darf 😥 ) und Ernährungsprofi eigentlich genau weiß, wie ich mich fit halte. Ich hatte ja in den ersten Artikeln bereits angedeutet, dass ich ein Kontrollfan bin, aber das Wachstum von meinem Baby und meiner Körperfülle fällt definitiv in die Kategorie „unkontrollierbar“. (Gut, kontrollierbar zumindest in der Hinsicht, dass Eiscreme, Fast Food und Schoki-Exzesse natürlich den Vorgang beschleunigen würden.)

Aber wenn ich von anderen höre „das ist die Zeit, in der du guten Gewissens zunehmen darfst“, dann habe ich damit irgendwie ein Problem. Zunahme – ok. Übermäßige Zunahme mit Langzeitfolgen – nicht ok.

Dennoch steht es für ich außer Frage, nun Diät zu halten. (Ich hätte eindeutig den falschen Job, wenn mir die negative Auswirkung unzureichender Kalorienaufnahme in der Schwangerschaft egal wären). Ich versuche es stattdessen mit Obst, Gemüse und viel Spazierengehen. Das Wetter ist da glücklicherweise momentan auf meiner Seite 😉

Eins steht jedoch fest: Der Termin für den nächsten Halbmarathon habe ich mir gesetzt! September 2018.

Das heißt nun: Nicht den Kopf in Sand stecken, sondern mental fit bleiben, um sich nach der Schwangerschaft wieder aufrappeln zu können. Denn ganz ehrlich, in jedem von uns schlummert der Schweinehund. Sport und gesunde Ernährung sind eine Sache der Gewohnheit, genauso wie es eine Gewohnheit ist, lieber die Couch statt den Crosstrainer zu wählen. Oder sich Pommes & Mayo als abendlichen Snack zu gönnen.

Ab dem 24.4. startet dann auch mein Schwangerschafts-Yoga. Ich kann mir mich zwar noch nicht allzu klar beim Yoga vorstellen, da es dafür ja bekanntlich eine innere Ruhe braucht (die mir eindeutig fehlt 😀 ) , aber ich öffne mich gerne für neues.

Die Perspektive zu wechseln lindert manchmal nicht nur das Unverständnis, sondern verhilft auch zu neuen Mut. Es ist eine Form des Ausprobierens und des sich-öffnens und wenn es nichts ist, dann kann man immer wieder seine alte Haltung einnehmen.

Ich wechsle die Perspektive und versuche nun mit Spannung dem entgegenzufiebern, was kommt.

„Gedanken werden Dinge“ – und so glaube ich fest daran, in rund einem Jahr beim Halbmarathon wieder an den Start gehen zu können.

 

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