„Schlangenlinien sind auch Wege die man gehen muss“

Wer kennt das nicht? Das Leben fährt manchmal Achterbahn. Meins momentan so sehr, dass mir schon ganz schwindelig wird. Rosenkriege sind bitter, aber dieser hier ganz besonders. Zum Glück nicht mein eigener. Aber zumindest nah genug, damit ich den bitteren Geschmack tagtäglich auf der Zunge schmecke. Es ist herausfordernd, gerade weil die Nerven auch so ab und an etwas weniger strapaziös sind als bei Nicht-Schwangeren. Schließlich habe ich ja auch einiges, über das ich mir Gedanken machen muss. Nicht nur, dass ich mir immer bewusster darüber werde, bald eine lebenslange Verantwortung zu tragen (nicht falsch verstehen, ich empfinde das nicht als Belastung, aber einfach als eine Sache, wo man mal tief durchatmen muss). Sondern auch die vielen kleinen Dinge, an die man denken muss wie beispielsweise die rechtzeitige Suche der Hebamme. Da dieser Beruf gerade am aussterben ist, wird den meisten Schwangeren geraten, sich bereits ab dem 4. Monat um die Hebamme „für danach“, also das Wochenbett, zu kümmern. Dagegen ist der Ansturm am Angebotsmontag bei Aldi ein Witz.

Aber ja, zurück zum ernsteren Teil des Lebens. Wie gesagt, Streß begegnet uns ja wirklich häufig im Alltag (um ehrlich zu sein, jeden Tag – also mir zumindest 😀 ), aber wie soll man damit umgehen, wenn man weiß, dass der kleine Wurm eigentlich nichts davon mitbekommen soll?

Schwierig.

Das traurige am Moment ist, dass wir eine Familie gründen und eine andere (zumindest teilweise) kaputt geht. Melancholisch? Tragisch? Ich finde es einfach nur paradox. Aber wenn wir ehrlich sind, so ist es doch oft im Leben – eine Tür beginnt sich zu öffnen, während sich eine andere schließt. Oder umgekehrt. „Weitermachen“ lautet das Motto, „nach vorne schauen“ , aber das ist eben nicht immer so leicht.

Hätte ich heute einen Wunsch frei, würde ich mir wünschen, dass viel mehr Leute „sehen“ könnten. Nicht nur mit den Augen, sondern vor allen Dingen mit dem Herzen. Ich glaube, dann würde sich vieles lösen oder ließe sich zumindest verhindern.

Ich versuche tapfer mein Lächeln aufzusetzen, denn bekanntlich können wir ja so unser Gehirn einen Streich spielen. (Also wer die Sache mit dem Stift auf den Lippen noch nicht ausprobiert hat, sollte das mal tun. 😉 Kussmund machen, Stift drauflegen, vor einen gut geputzten Spiegel stellen, und weil es ziemlich dämlich aussieht, lachst du bald von selbst. Daraufhin gibt unsere Glücksmaschine in Volldampf und wir sind in null Komma nix wieder happy :-D)

Vielleicht sollte ich das versuchen.. 60 Minuten Stifthalten. Dann müsste ich eigentlich unbesiegbar werden 😉

Ich verabschiede mich heute melancholisch und wünsche euch dennoch einen zauberhaften, sonnigen Tag.

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